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Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes — Abschaffung der Gasspeicherumlage

Bundestag, 6. November 2025
Aufstehen · Drucksachen 21/1496, 21/2078, 21/2597

✅ Angenommen per Aufstehen (3. Beratung)

Energie & KlimaWirtschaft & Finanzen

Worum ging es?

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, die Gasspeicherumlage zum 1. Januar 2026 abzuschaffen. Die Kosten für die Speicherbewirtschaftung übernimmt künftig der Bund; ein bestehendes Defizit auf dem Umlagekonto wird einmalig ausgeglichen. Die Finanzierung erfolgt aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF). Gaslieferanten werden verpflichtet, die Weitergabe der Entlastung an Kundinnen und Kunden auf der Rechnung auszuweisen.

CDU/CSUdafür

  • Die Umlage war ein notwendiges Kriseninstrument nach dem Ausfall russischer Gaslieferungen 2022, dürfe aber keine Dauermaßnahme bleiben.
  • Die Abschaffung entlaste Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Betriebe spürbar und schaffe Haushaltsklarheit und Transparenz.
  • Nachgeschärfte Regelungen zu Transparenz, Kontrolle der Trading Hub Europe und Ausschluss von Gewinnen sicherten Rechtssicherheit und Verbraucherrechte.

AfDdagegen

  • Die Entlastung von der Umlage sei zwar richtig, doch die Finanzierung über den KTF sei ein „Taschenspielertrick" auf Kosten der Steuerzahler ohne ausreichende Kontrolle.
  • Im Gesetzentwurf würden im letzten Moment Entschädigungsregelungen für den Kohleausstieg eingefügt, was die ideologische Ausrichtung der Energiepolitik belege.
  • Die Energiepolitik der Bundesregierung führe zur Deindustrialisierung, steigender Arbeitslosigkeit und sinkenden Kommunaleinnahmen.

SPDdafür

*(keine eigene Wortmeldung in der Debatte)*

Bündnis 90/Die Grünendagegen

  • Die 3,4 Milliarden Euro aus dem KTF fehlten für Investitionen in Klimaschutz und Transformation, etwa für Gebäudesanierung oder Wärmepumpen.
  • Das Vorgaukeln dauerhaft günstigen Gases führe Verbraucherinnen und Verbraucher in die Kostenfalle und zementiere fossile Abhängigkeit.
  • Mit demselben Betrag hätten alle rund 60 000 Kitas in Deutschland mit einer Wärmepumpe ausgestattet werden können.

Die Linkeenthalten

  • Die Abschaffung der Umlage senke den Gaspreis und entlaste Haushalte und Betriebe — das werde ausdrücklich begrüßt.
  • Die Finanzierung aus dem KTF widerspreche dem Zweck des Fonds, da das Geld für erneuerbare Energien, Gebäudesanierung und kommunale Nahwärme benötigt werde.
  • Der Ausgleich des Umlagekonto-Defizits solle aus dem Kernhaushalt erfolgen; zudem fordere die Fraktion die sofortige Auszahlung des Klimageldes und eine Senkung der Stromsteuer auf EU-Mindestmaß.

Quellen

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