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Fünftes Gesetz zur Änderung des Chemikaliengesetzes

Bundestag, 26. Februar 2026
Handzeichen/Aufstehen · Drucksachen 21/3511, 21/4329

✅ Angenommen per Handzeichen

Energie & Klima

Worum ging es?

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung stärkt den Vollzug im Kampf gegen den illegalen Handel mit fluorierten Treibhausgasen (F-Gasen) und setzt EU-Vorgaben um. Verantwortlichkeiten entlang der Lieferkette sollen klarer geregelt werden; Händler, Importeure und Fachbetriebe tragen die Verantwortung, Verbraucherinnen und Verbraucher werden nicht zusätzlich belastet. Bei Verstößen soll ein befristetes Handelsverbot verhängt werden können. Der Umweltausschuss empfahl die Annahme.

CDU/CSUdafür

*(Redebeitrag von Alexander Engelhard zu Protokoll gegeben.)*

AfDdagegen

  • Die Ausschussfassung mache die Bundesrepublik zur Aufgabe, Transitverkehr auf illegale F-Gase zu prüfen; das sei unpraktikabel.
  • 30 bis 40 Prozent der F-Gase auf dem EU-Markt seien illegal; statt Durchsetzung im Inland brauche es ein restriktives Zollregime gegen systematische Wettbewerbsverzerrung etwa durch Billigimporte aus Fernost.
  • Rechtsdurchsetzung dürfe nicht nur auf dem Papier stattfinden; Symbolpolitik gefährde Lebensmittel-, Pharma- und Rechenzentrumsbetriebe.

SPDdafür

  • Mit der Novelle werde der Vollzug gestärkt, Lücken gegen illegalen F-Gas-Handel geschlossen und die Lieferkette klarer geregelt.
  • Auf Wunsch der Länder sei eingefügt worden, dass Qualitätsbescheinigungen für Labore mit Nebenbestimmungen versehen werden dürfen.
  • Bei Verstößen dienten befristete Handelsverbote als Notfallschalter, um größere Schäden zu verhindern.

Bündnis 90/Die Grünendagegen

  • Die Industrie weiche teils auf andere F-Gase aus, die in der Atmosphäre Trifluoracetat bildeten und ins Grundwasser gelangten.
  • Das Gesetz erlaube, für ohne Genehmigung verkaufte Kühlmittel nachträglich eine Quotengenehmigung zu besorgen — das sei wie eine Fahrkarte erst nach der Kontrolle.
  • Es fehlten gescheite Strafen für jene, die illegal F-Gase in die Atmosphäre entließen.

Die Linkeenthalten

  • Die Bundesregierung mache aus eng begrenzten EU-Ausnahmen für militärische Notwendigkeiten eine dauerhafte Ausnahme für Rüstungsindustrie und Bundespolizei.
  • Es existierten längst klimafreundliche Alternativen, auf die Katastrophenschutz und zivile Seenotrettung ohnehin umstellen müssten.
  • Umwelt- und Klimaschutz werde grundsätzlich den Profiten von Unternehmen untergeordnet.

Quellen

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