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Investitionsschutzabkommen EU–Vietnam und EU–Singapur

Bundestag, 13. November 2025
Aufstehen · Drucksachen 21/1897, 21/1898

✅ Angenommen per Aufstehen (beide Gesetzentwürfe)

Wirtschaft & FinanzenAußenpolitik

Worum ging es?

Der Bundestag hat in zweiter Beratung und Schlussabstimmung zwei Gesetzentwürfe der Bundesregierung beschlossen: das Investitionsschutzabkommen vom 30. Juni 2019 zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Sozialistischen Republik Vietnam andererseits (Drucksache 21/1897) sowie das Investitionsschutzabkommen vom 19. Oktober 2018 zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Singapur andererseits (Drucksache 21/1898). Beide Abkommen zielen auf den Schutz gegenseitiger Investitionen ab. Der Ausschuss für Wirtschaft und Energie hatte die Annahme beider Gesetzentwürfe empfohlen (Beschlussempfehlung Drucksache 21/2757).

CDU/CSUdafür

  • Investitionsschutzabkommen dieser Art werden als Baustein einer strategischen Handelspolitik gesehen, die Sicherheit durch Handel und Sicherheit im Handel verbindet.
  • Deutschland als Handelsnation müsse strategischen und einseitigen Abhängigkeiten durch mehr Handel mit mehr unterschiedlichen Partnern begegnen.
  • Die Handelspolitik verbinde deutsche Interessen mit den Stärken und Bedürfnissen der Partnerländer und diene so einem ganzheitlichen wirtschaftspolitischen Ansatz.

AfDdafür

  • Freier Austausch von Waren und Dienstleistungen sei eine der wichtigsten Grundlagen des deutschen wirtschaftlichen Erfolgs und habe seit Gründung der Bundesrepublik Millionen gutbezahlter Arbeitsplätze geschaffen.
  • Sinkende Zölle senkten Importpreise, stärkten die Exportwirtschaft und führten zu mehr Wachstum für alle Beteiligten; Geld verbleibe bei Bürgern und Betrieben statt beim Staat.
  • Freihandel stärke Souveränität: Eine exportorientierte Nation wie Deutschland bleibe nur dann unabhängig, wenn sie ihre Absatzmärkte diversifiziere.

SPDdafür

Bündnis 90/Die Grünendagegen (Vietnam) / enthalten (Vietnam, laut Protokoll Enthaltung) · dagegen (Singapur)

  • Mehr Handelsabkommen seien grundsätzlich notwendig angesichts der Weltlage, doch müssten sie der Wirtschaft wirklich nutzen.
  • Die vorliegenden Abkommen seien traditionelle, überkommene Investitionsschutzabkommen, die Rechtsunsicherheit und Rechtsunklarheit erzeugten statt Klarheit zu schaffen.
  • Ausländische Unternehmen könnten den deutschen Staat vor nicht-öffentlichen Investitionsschutzgerichten verklagen, was zu Unklarheit darüber führe, ob Urteile solcher Gerichte oder das Grundgesetz gelte.

Die Linkedagegen (beide Abkommen)

~~~ *Keine Wortmeldung im Plenum; Rede zu Protokoll gegeben.*


Quellen

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