Stabilisierung des Rentenniveaus und Kindererziehungszeiten
✅ 318 Ja · 225 Nein · 53 Enthaltungen
Korrigiert am 11. September 2026: Gesamt- und Fraktionszahlen anhand der amtlichen Einzelstimmen korrigiert; fehlende Stimmen fraktionsloser Abgeordneter ergänzt, soweit betroffen. Die Haltelinie von 48 Prozent gilt bis 2031; die bisherige Aussage dauerhaft war falsch. Die Regelung betrifft vor 1992 geborene Kinder, nicht die Geburtsjahrgänge ihrer Mütter. Die abweichenden endgültigen Zahlen im Plenarprotokoll werden ausdrücklich neben der verwendeten Excel-Quelle dokumentiert.
Worum ging es?
Der Bundestag beschloss das Gesetz zur Stabilisierung des Rentenniveaus und zur vollständigen Gleichstellung der Kindererziehungszeiten: Das Rentenniveau wird bis 2031 bei 48 Prozent gehalten. Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder werden angeglichen (Mütterrente III). Aktivrente und Betriebsrente sind eigenständige, gemeinsam beratene Gesetzesvorlagen.
CDU/CSU198 Ja · 7 Nein · 2 Enthaltungen · 1 n.a.
- Die Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent sichere das Vertrauen der Bevölkerung in die gesetzliche Rentenversicherung
- Weiterbildung und Betriebsrente würden als Ergänzung zur gesetzlichen Rente gestärkt — das Aktivrentengesetz setze Anreize für länger Arbeitende
- Die Kanzlermehrheit zeige, dass die Koalition trotz interner Diskussionen handlungsfähig sei
AfD0 Ja · 141 Nein · 0 Enthaltungen · 10 n.a.
- Das Rentensystem sei nicht mehr finanzierbar, wenn es nicht grundlegend reformiert werde — die Haltelinie löse das Strukturproblem nicht
- Das Gesetz öffne einen „Weg in sozialistische Armut" — die SPD wolle keine Reformen und könne keine Reformen
- Die CDU/CSU nehme in Kauf, das Gesetz ohne sichere Kanzlermehrheit zu beschließen — das sei politisch unverantwortlich
SPD120 Ja · 0 Nein · 0 Enthaltungen · 0 n.a.
- Das Rentenniveau bei 48 Prozent zu stabilisieren sei ein sozialstaatliches Versprechen, das erneuert werde — über alle Altersgruppen hinweg unterstützten das 70 Prozent der Bevölkerung
- Es sei wichtig, dass Menschen im Alter ihren Lebensstandard halten könnten — dafür brauche es eine verlässliche gesetzliche Rente
- Verbesserungen bei der Betriebsrente seien die wichtigste Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung
Bündnis 90/Die Grünen0 Ja · 77 Nein · 0 Enthaltungen · 8 n.a.
- Das Rentenpaket greife strukturell zu kurz — ohne Kapitaldeckung und breitere Beitragsbasis sei die Finanzierung langfristig nicht gesichert
- Das Aktivrentengesetz setze zwar Anreize, löse aber nicht die demografische Herausforderung
- Die Gleichstellung der Kindererziehungszeiten sei richtig, komme aber zu spät und zu begrenzt
Die Linke0 Ja · 0 Nein · 50 Enthaltungen · 14 n.a.
- Sanktionen im Sozialstaat seien der falsche Weg — Menschen bräuchten Vertrauen, nicht Druck
- Das Rentenniveau müsse dauerhaft auf 53 Prozent angehoben werden, nicht nur auf 48 Prozent stabilisiert
- Große Einkommen und Vermögen müssten stärker zur Rentenfinanzierung herangezogen werden — das Paket finanziere sich auf Kosten zukünftiger Generationen
Fraktionslose0 Ja · 0 Nein · 1 Enthaltungen · 1 n.a.
(Fraktionslose bilden keine gemeinsame Fraktion; hier stehen ihre Einzelstimmen.)
Hinweis zu den Zahlenquellen
Die amtliche Einzelstimmen-Datei ergibt 318 Ja, 225 Nein und 53 Enthaltungen. Im gedruckten endgültigen Ergebnis stehen dagegen 318 Ja, 224 Nein und 53 Enthaltungen. Die hier gezeigten Gesamt- und Fraktionszahlen folgen der verlinkten Einzelstimmen-Datei; die Abweichung zwischen den amtlichen Quellen ist nicht aufgelöst.
Quellen
- Abstimmung: https://www.bundestag.de/parlament/plenum/abstimmung/abstimmung?id=985
- Protokoll: https://dserver.bundestag.de/btp/21/21048.pdf
- Amtliche Einzelstimmen: https://www.bundestag.de/resource/blob/1129380/20251205_2_xls.xlsx
- Gesetzentwurf: https://dserver.bundestag.de/btd/21/019/2101929.pdf#page=1