Rückkehr zu Nord Stream ausschließen: Grünen-Antrag abgelehnt

Amtlich: „Antrag gegen weitere Nutzung von Nord-Stream-Pipelines“

Bundestag, 25. Juni 2025
Namentliche Abstimmung · Drucksachen 21/224, 21/468

❌ Antrag abgelehnt · Beschlussempfehlung angenommen

443 Ja · 85 Nein · 55 Enthaltungen

Ja = Antrag ablehnen · Nein = Antrag annehmen

Korrigiert am 25. September 2026: Polarität nachgetragen: Abgestimmt wurde über die Beschlussempfehlung zur Ablehnung, ein Ja bedeutete Ablehnung des Antrags. Verfahrenssatz und Kennzeichnung ergänzt.

Worum ging es?

Abgestimmt wurde namentlich über die Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (21/468), den Antrag (21/224) abzulehnen. Ein Ja bedeutete Ablehnung des Antrags.

Der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen forderte, die Sicherheit zu stärken, Energieabhängigkeiten durch erneuerbare Energien zu verringern und eine Rückkehr zu den Nord-Stream-Pipelines auszuschließen.

CDU/CSU195 Ja · 0 Nein · 0 Enthaltungen · 13 n.a.

Ja = Antrag ablehnen · Nein = Antrag annehmen

gegen den Antrag

  • Nord Stream 2 habe keine Zukunft, das habe auch der Bundeskanzler deutlich gemacht.
  • Russisches Vermögen für die Ukraine sei denkbar, wenn es mit dem Völkerrecht vereinbar und die Risiken tragbar seien; einen Alleingang lehne man ab.
  • Russische Energieimporte würden bis 2027 entlang des REPowerEU-Fahrplans schrittweise beendet, nicht über Schlagzeilen, sondern über Speicher- und Netzstrategie.

AfD134 Ja · 1 Nein · 0 Enthaltungen · 16 n.a.

Ja = Antrag ablehnen · Nein = Antrag annehmen

gegen den Antrag

  • Eingefrorenes russisches Staatsvermögen an die Ukraine zu geben, sei Diebstahl an einem souveränen Staat, mit dem man nicht im Krieg sei.
  • Mit dem Geld solle stattdessen Nord Stream repariert und wieder in Betrieb genommen werden, um günstige Energie zu sichern.
  • Der Anschlag auf die Pipeline müsse aufgeklärt werden; die Schließung gefährde Energiesicherheit und treibe die Preise.

SPD114 Ja · 0 Nein · 0 Enthaltungen · 6 n.a.

Ja = Antrag ablehnen · Nein = Antrag annehmen

gegen den Antrag

  • Nord Stream sei tot; Russland müsse als Aggressor politisch, völkerstrafrechtlich und finanziell zur Verantwortung gezogen werden.
  • Eine weitergehende Nutzung der Vermögenswerte sei nur abgestimmt mit EU- und G7-Partnern und rechtlich einwandfrei möglich, da das Völkergewohnheitsrecht staatliche Immunität schütze.
  • Der Mehrwert des Antrags liege darin, die Thematik voranzutreiben; die Klärung müsse aber schnell gehen.

Bündnis 90/Die Grünen0 Ja · 82 Nein · 0 Enthaltungen · 3 n.a.

Ja = Antrag ablehnen · Nein = Antrag annehmen

für den Antrag

  • Der EU-Vorschlag zum Ausstieg aus russischem Gas und Öl brauche eine Mehrheit; der „Zombiepipeline" Nord Stream 2 müsse das Gas abgedreht werden.
  • Russland müsse zahlen; das eingefrorene russische Vermögen solle völkerrechtskonform vollständig für die Ukraine genutzt werden.
  • Jetzt stünden die Entscheidungen beim Europäischen Rat an; es brauche Handeln statt markiger Sprüche.

Die Linke0 Ja · 1 Nein · 55 Enthaltungen · 8 n.a.

Ja = Antrag ablehnen · Nein = Antrag annehmen

enthalten

  • Entscheidend bleibe, den Ausbau der Erneuerbaren konsequent fortzusetzen; Nord Stream 2 brauche niemand mehr.
  • Russland müsse für die Kriegsschäden zur Rechenschaft gezogen werden, doch eine solche Regelung sollte nicht einseitig erfolgen, sondern Teil eines anerkannten Friedensvertrags oder einer Rechtsprechung sein.

Fraktionslose0 Ja · 1 Nein · 0 Enthaltungen · 1 n.a.

Ja = Antrag ablehnen · Nein = Antrag annehmen

für den Antrag


Quellen

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