Verbrenner-Verbot: AfD-Antrag zur Rücknahme abgelehnt
Amtlich: Ablehnung eines Antrags zur Rücknahme des Verbrenner-Verbots
❌ Antrag abgelehnt: 138 Ja · 433 Nein · 0 Enthaltungen
Worum ging es?
Der Antrag der AfD-Fraktion mit dem Titel „Deindustrialisierung stoppen – Verbrenner-Verbot aufheben" forderte, das ab 2035 geltende Zulassungsverbot für CO2-ausstoßende Pkw zurückzunehmen. Der Bundestag stimmte über die Beschlussempfehlung des Wirtschaftsausschusses ab, den Antrag abzulehnen. Die Mehrheit lehnte den Antrag ab.
CDU/CSU0 Ja · 199 Nein · 0 Enthaltungen · 9 n.a.
- Man stehe für Technologieoffenheit und mehr Vertrauen in die Innovationskraft der Unternehmen; es brauche kein explizites Verbot, sondern den Verweis auf CO2-arme Antriebe.
- Ein Zusammenhang zwischen einem Verbot in zehn Jahren und heutigen Zulassungszahlen sei nicht herstellbar.
- Dem Antrag gehe es nicht um die Sache, sondern um das Schlechtreden der E-Mobilität.
AfD138 Ja · 0 Nein · 0 Enthaltungen · 13 n.a.
- Das Verbrennerverbot beschleunige die Deindustrialisierung und gefährde Wohlstand und Arbeitsplätze.
- Die CO2-Flottengrenzwerte seien technisch nicht realisierbar und kämen einem verkappten Berufsverbot für die Autoindustrie gleich.
- Man fordere die sofortige Abschaffung des Verbots und setze auf Markt, Technologieoffenheit und Innovation statt staatlicher Verbote.
SPD0 Ja · 109 Nein · 0 Enthaltungen · 11 n.a.
- Es gebe kein Verbrennerverbot; bestehende Fahrzeuge dürften weiter genutzt, verkauft und repariert werden, ab 2035 gelte ein Zulassungsverbot für CO2-Fahrzeuge.
- Die Regelung sei technologieoffen, auch klimaneutral betriebene Verbrenner und E-Fuels-Fahrzeuge blieben zulässig.
- Leittechnologie bleibe die E-Mobilität; die Klimaschutzvorgaben würden eingehalten.
Bündnis 90/Die Grünen0 Ja · 72 Nein · 0 Enthaltungen · 13 n.a.
- Die Lage der Branche sei ernst, doch der Markt habe sich längst Richtung Elektromobilität entschieden.
- Der Antrag sei ein Rückwärtsgang und ein ideologisches Festklammern an der Vergangenheit.
- Die Branche brauche Planungssicherheit, Förderung des E-Hochlaufs und Investitionen in Batterien und Ladesäulen.
Die Linke0 Ja · 52 Nein · 0 Enthaltungen · 12 n.a.
- Schuld an der Lage sei nicht der Motor, sondern kurzfristige Gewinnmaximierung und ein fehlender industriepolitischer Kurs.
- Wer sich weigere, in neue Technologien zu investieren, befördere selbst die Deindustrialisierung.
- Nötig seien Planungssicherheit, öffentliche Investitionen, Mitbestimmung und ein staatlicher Transformationsfonds von 20 Milliarden Euro jährlich.
Fraktionslose0 Ja · 1 Nein · 0 Enthaltungen · 1 n.a.
Quellen
- Einzelergebnisse (XLSX): https://www.bundestag.de/resource/blob/1116706/20251016_2_xls.xlsx
- Protokoll: https://dserver.bundestag.de/btp/21/21034.pdf