Antrag Grüne: Vielfalt, Freiheit und Sicherheit stärken

Bundestag, 26. Juni 2026
Handzeichen · Gemeinsame Aussprache, 3 Vorlagen

Innere SicherheitSoziales

Worum ging es?

Der Antrag der Grünen fordert von der Bundesregierung Maßnahmen zum Schutz queerer Menschen vor Diskriminierung und Gewalt, zur Sicherstellung ihrer Versammlungsfreiheit etwa bei CSD-Veranstaltungen sowie zur Unterstützung queerer Familien, unter anderem durch Reformen im Abstammungsrecht und die Weiterführung des Aktionsplans „Queer leben". Über 3 Vorlagen wurde nach einer gemeinsamen Aussprache per Handzeichen einzeln abgestimmt.


1. Antrag Grüne: Vielfalt, Freiheit und Sicherheit stärken

Amtlich: „Vielfalt feiern, Freiheit schützen, Sicherheit gewährleisten“ · Drucksache 21/6654

❌ Abgelehnt (Handzeichen)

Dafür: Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke · Dagegen: CDU/CSU, SPD, AfD

2. Ausschussempfehlung: Antrag gegen queerfeindliche Hasskriminalität ablehnen

Amtlich: „Queerfeindliche Hasskriminalität wirksam bekämpfen und die rechtliche Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie anderen queeren Personen beenden“ · Drucksachen 21/6416, 21/580

❌ Abgelehnt (Handzeichen)

Dafür: Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke · Dagegen: CDU/CSU, SPD, AfD

3. Ausschussempfehlung: Antrag zum Schutz von Christopher-Street-Days ablehnen

Amtlich: „Queeres Leben stärken – Christopher-Street-Days schützen“ · Drucksachen 21/4973, 21/2575

❌ Abgelehnt (Handzeichen)

Dafür: Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke · Dagegen: CDU/CSU, SPD, AfD


Aus der gemeinsamen Aussprache

CDU/CSU

  • Die Fraktion begrüße ausdrücklich die Verurteilung von Diskriminierung und Gewalt aufgrund sexueller Orientierung und bekenne sich zur Versammlungsfreiheit auf CSD-Veranstaltungen.
  • Freiheit bedeute, Unterschiede zu akzeptieren und die Gleichwertigkeit jedes Einzelnen anzuerkennen; die Sicherheitskoalition werde Angriffe auf die Versammlungsfreiheit nicht hinnehmen.

AfD

  • Die Fraktion betonte, der Staat müsse öffentliche Versammlungen schützen, warf Grünen und Linken jedoch vor, queere Menschen als Werkzeug zur Durchsetzung politischer Transformationsagenden zu benutzen.
  • Die Fraktion kritisierte CSD-Veranstaltungen als sexualisierte Veranstaltungen, bei denen Kinder zugegen seien, und forderte mehr Aufmerksamkeit für islamistisch motivierte Angriffe auf Homosexuelle.

SPD

  • Die Fraktion forderte eine Änderung von Artikel 3 des Grundgesetzes sowie Reformen im Abstammungsrecht zum Schutz queerer Familien und des Kindeswohls.
  • Die Fraktion warf der AfD vor, queere Menschen nur als Vorwand zu nutzen, um gegen Muslime Stimmung zu machen, statt tatsächlich für deren Schutz einzutreten.

Bündnis 90/Die Grünen

  • Die Fraktion unterstützte die Forderungen nach umfassendem Schutz queerer Menschen und wandte sich gegen Angriffe auf CSD-Veranstaltungen.

Die Linke

  • Die Fraktion forderte die Bundesregierung auf, trans-, inter- und nichtbinäre Menschen bei medizinischer Versorgung nicht zu benachteiligen und das Selbstbestimmungsgesetz nicht zu sabotieren.
  • Die Fraktion erklärte, die queere Community lasse sich von Angriffen von rechts nicht einschüchtern, und verwies auf die Budapest Pride als Zeichen erfolgreichen Widerstands.

Quellen

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